www.drmoessner.de       Kieferorthopädische Praxis       Dülkenstraße 1       51143 Köln       Telefon:02203 / 55599

Patientenfragen

1. Wann ist eine kieferorthopädische Un­ter­such­ung bzw. Be­hand­lung er­for­der­lich?

Eine frühe Un­ter­such­ung im Al­ter von 6 - 7 Jahr­en ist sinn­voll, da in die­sem Al­ter be­reits Ab­weichung­en auf­tre­ten, die be­hand­lungs­bedürf­tig sind. Auch im Milch­gebiss im Al­ter von 3 Jahr­en kann schon ein Kreuz­biss be­steh­en.
Durch Lutsch­gewohn­heit­en oder Fehl­funk­tion­en der Zun­ge und Mund­at­mung ent­ste­hen funk­tionell be­dingte Biss­ab­weich­ung­en. Diese sollten so früh wie mög­lich be­handelt wer­den! Die Wissenschaft betont die präventive Funktion der Frühbehandlung, da sich unbehandelte Probleme verschlimmern.
Die Kosten für eine sogenannte Früh­be­hand­lung über­nimmt im Regel­fall die Kranken­kasse.
Auf Anfrage der Eltern kön­nen Kinder­ärzte ein Form­blatt zur Früh­unter­suchung des Ge­bis­ses aus­fül­len. Man kann aber auch direkt zur/zum Kiefer­ortho­pädin/en ge­hen.

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Im frühen und späten Wechsel­gebiss nimmt die Häufig­keit der Malokklusionen dras­tisch zu.
Verschiedene Pro­bleme ent­wickeln sich auf­grund von früh­zeitig­em Milch­zahn­ver­lust, Platz­ver­lust durch Karies, Zahn­durch­bruchs­störungen, erb­licher skelettaler oder funk­tionel­ler Ur­sachen.

Daher sollte im Alter von 9 bis 10 Jahren eine kiefer­ortho­pädische Unter­such­ung statt­find­en. Spätestens ein Jahr vor dem Wachs­tums­schub empfiehlt es sich, ein­e/n Kiefer­ortho­pädin/en auf­zu­suchen, um die Zähne und das Gebiss, sowie das Wachstum der Kiefer be­ur­teil­en zu las­sen.

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Bei Erwachsenen führen unbehandelte Zahnfehlstellungen, skelettale Dysgnathien oder Engständen zu Problemen im Bereich Ästhetik, Kaufunktion, Zahnreinigung/PA. Auch bei Zahn­verlust kann durch Aufrichtung gekippter Nachbarzähne oder kiefer­orthopädischen Lücken­schluss der langfristige Erhalt des natürlichen Gebisses gesichert werden.

 

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2. Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Kinder: a) Die Behand­lung von Kindern ist ab­hängig von der Ab­weich­ung des Gebis­ses (Malokklusion). Bei Früh­be­hand­lungen dau­ert die Therapie 1 bis 2 Jahre. Die Früh­be­hand­lung er­folgt meist mit heraus­nehm­bar­en Ge­räten.

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b) Bei einer Be­hand­lung im Wechsel­gebiss oder im blei­ben­den Gebiss hängt die Dauer von den erforderlichen Be­hand­lungs­gerät­en und den zu be­handeln­den Ab­weich­ung­en ab­hängig. Da hier auf das Wachs­tum der Kiefer Ein­fluss genom­men wird, sind die Dauer und der Er­folg eng mit der Mit­arbeit ver­bunden. Im Durch­schnitt dauert eine kiefer­ortho­pädische Be­hand­lung mit herausnehmbaren und festsitzenden Ge­rät­en zwei bis drei Jahre für den ak­tiven Be­hand­lungs­teil mit einer anschließenden Haltephase (Retentions­phase).

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Erwachsene: Erwachsenen­be­hand­lung­en werden meist zur Kor­rekt­ur von Zahn­fehl­stel­lungen oder zur Vor­be­reitung von pro­the­tisch­en Ver­sorg­ung­en durch­geführt und be­nötig­en größten­teils weniger
Zeit (8 - 24 Monate) als eine Be­handlung in der Wachstums­phase.

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Bei kieferchirurgischer Behandlung im Erwachsen­en­alter er­folgt eine kiefer­ortho­pädische Vor­be­hand­lung bis zur Ein­stel­lung der Kiefer für die Opera­ti­on. Nach der kiefer­chirur­gi­schen Opera­ti­on er­folgt die Fein­kor­rektur. Insge­samt sind hier circa zwei bis drei Jahre aktive Be­hand­lungs­dau­er zu ver­an­schlag­en. Die ge­samte Plan­ung er­folgt durch die Kiefer­ortho­pädie.